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Stressige Feiertage liegen hinter uns. Von Erholung eigentlich keine Spur. Und
bald hat uns der Alltag wieder. Da gibt es nur ein Rezept: Eine erholsame
kleine Skitour, abseits jeglicher Hektik, mitten in einer tiefverschneiten
Landschaft. Und so war es dann auch an diesem 3. Januar: Unser Ausgangspunkt
war ein riesiger Parkplatz in Oberiberg. Zusammen mit Hunderten von Skifahrern
bereiteten wir uns auf den kommenden Aufstieg vor. Wir waren jedoch die
einzigen Tourenfahrer. Während die Skifahrer an der Sesselbahn anstanden und
ihr Portemonnaie zückten, marschierten wir in die entgegengesetzte Richtung los
und tauchten nach wenigen Minuten in eine andere Welt unter. Die erste halbe
Stunde führte uns der Weg entlang des Fallenbachs. Zum Teil war es recht
schluchtenartig mit verwitterten Felswänden und langen Eiszapfen, dann wieder
etwas breiter, wo sich der Bach in mehrere Arme gabelte und dann wieder
vereinte. Und alles tiefverschneit. Eine märchenhafte Welt in der einfach alles
perfekt zusammenpasste.
Später führte uns der Aufstieg durch lockeren Wald, wo
die Bäume, und ihre verstorbenen Ahnen, die kurligsten Formen hatten.
Aufkommender Nebel unterstrich noch dieses mystischen Ambiente. Trotz all
diesen traumhaften Eindrücken, spürten wir langsam die körperlichen Strapazen.
So waren wir froh, als die Furggelenhütte endlich vor uns aus dem Nebel
auftauchte. Nach einer kurzen Stärkung nahmen wir den letzten Teil auf den
Furggelenstock (1656 müM) unter die Felle. Nur kurz und sehr schwach, eher
schemenhaft, drückte die Sonne am Gipfel durch die Nebelschwaden. Zu wenig um
hier lange zu verweilen. So gab es kein Halten mehr, denn viele jungfräulicher
Pulverschneehänge warteten nur darauf, von unseren Skispuren durchzogen zu
werden. Nach einem kurzen Gegenanstieg auf den Brünnelistock ging es entgültig
zurück nach Oberiberg – zurück in den Alltag. Eigentlich fehlte nur die Sonne,
und trotzdem war es ein wunderschöner Tag. (pf)
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